Was essen Katzen?

sollte nicht aus den Resten der menschlichen Nahrung bestehen, denn für die artgerechte Haltung einer Katze spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle und was dem Menschen schmeckt, entspricht in keiner Weise den Bedürfnissen von Katzen.. Die Katze ist kein Fleisch fresser, sondern als Mäusefänger ein Beutetierfresser, deshalb sind besonders geräucherte und stark gewürzte Speisen Gift für jeden Katzenmagen. Da wir unseren Katzen keine Mäuse verfüttern wollen oder können, sollte doch die Ernährung weitesgehend der Zusammensetzung einer Maus entsprechen. Im Gegensatz zu Hunden sind Katzen eher Feinschmecker als Vielfresser, ihre Nahrung sollte aus zwei Dritteln Fleisch/ Fisch und einem Drittel Getreideprodukten bestehen. Gegen Mangelerscheinungen hilft nur ein abwechslungsreiches Katzenfutter, denn die Katze benötigt z.B. weit mehr Eiweiß als beispielsweise Mensch oder Hund. Die im tierischen Eiweiß vorkommende Aminosäure Taurin ist für Katzen lebensnotwendig, denn der Katzenorganismus kann sie nicht selbst herstellen. Fertignahrung für Katzen gibt es in den verschiedensten Varianten, so kann man die Katze abwechslungsreich ernähren und das Haustier bekommt genügend Nähr- und Aufbaustoffe. Wenn man die Katze nicht nur mit Fertigfutter ernähren möchte, sollte man die Zutaten immer frisch zubereiten. Aber speziell bei Schweinefleisch und manchmal auch bei Rindfleisch besteht die Gefahr, daß es den Erreger der Aujeszkyschen Krankheit enthält, das ist eine tödlich verlaufende tollwutähnliche Erkrankung.

Man sollte seiner Katze keine Milch hinstellen, wenn man es gut mit ihr meint. Denn Milch ist zwar reich an Calzium und normalerweise gesund, aber sie löscht nicht den Durst und ist für den Katzenmagen ungeeignet. Viele der erwachsenen Katzen bekommen durch Kuhmilch Durchfall, durch den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Lactose). Deshalb ist das einzige richtige Getränk für Katzen Wasser, das immer in einem sauberen Schälchen frisch zur Verfügung stehen sollte. Auch wenn eine Katze , die überwiegend mit Feuchtfutter ernährt wird, normalerweise nicht viel trinkt, da dies bereits einen großen Teil des
Flüssigkeitsbedarf einer Katze deckt, so sollte dennoch immer etws frisches Wasser in der Schale sein. Da zu niedriger Wasserhaushalt bei der Katze zu Stoffwechselstörungen führt, sollte man bei Trockenfutter darauf achten, daß die Katze genügend trinkt. Man sagt, für jedes gefressene Gramm Katzentrockenfutter benötigt sie ca. das Dreifache an Wasser. Da Katzen oft sehr gerne Milch schlecken, sollte man ihnen maximal eine ganz kleine mit Wasser verdünnte Portion Kondensmilch geben.
Katzen, die überwiegend in der Wohnung leben, brauchen normalerweise weniger Futter als Auslaufkatzen. Trotzdem hängt der Futterbedarf einer Katze aber auch vom Alter, ihrer Rasse und ihrer Aktivität ab.

Welches Futter darf es sein?

Oft mäkelt die Katze am bereitgestellten Futter herum, obwohl sie das doch eigentlich immer mochte. Katzen suchen von Natur aus Abwechslung und haben ein angeborenes Verlangen ihre Kost zu variieren. Wahrscheinlich hat sich dieser Mechanismus entwickelt, damit Katzen alle wichtigen Vitamine und Mineralien bekommen. Denn oft ist die Beute von wilden Katzen sehr einseitig, deshalb jagen sie auch Wirbellose, also ein breites Spektrum an Insekten und Würmern, um die natürliche Nahrung damit aufzuwerten. Deshalb kann es passieren, dass der Stubentiger sein Lieblingsgericht zugunsten einer anderen Kost zurückweist. Deshalb sollte man abwechselnd verschiedene Futtersorten anbieten, davon sind im Fachhandel genügend vorhanden. Oft lassen Katzenhalter ständig Trockenfutter ausliegen, so kann die Katze jederzeit bei Bedarf etwas fressen. Hier kann es passieren, dass es sich negativ auswirkt und bei der Katze Langeweile erzeugt. So könnte man beispielsweise die Fütterung mit einem für die Katze interessanten Spiel verbinden, statt einfach den Fressnapf hinzustellen, wird ein Versteckspiel mit kleineren Portionen vorbereitet. So kann man kleine Futtermengen in Schälchen verteilen und sucht ein geeignetes Versteck, die Katze wird ihre angeborene Fähigkeit auf der Suche nach versteckter Beute einsetzen und viel Spaß daran haben. Wechselt man viele verschiedene Futterarten, so ist auch die Variante Frischfutter gesund und wird von der Katze gerne angenommen. Hierbei ist zu beachten, dass zu langes Kochen nicht nur den Geschmack reduziert, sondern auch die Nährstoffe vernichtet, besser kleine Mengen Fisch oder Hackfleisch nur blanchieren und nicht zu viel füttern. Allerdings sollte wegen einer möglichen Übertragung von Salmonellen, Geflügelfleisch voll durchgegart werden.

Wieviel Kohlenhydrate?

Nach Ansicht vieler Ernährungswissenschaftler sind Kohlenhydrate für Katzen nicht unbedingt lebensnotwendig, aber leicht verdauliche ihrer Art können trotzdem verwertet werden. Die natürliche Katzennahrung z.B. eine Maus besteht aus 70 – 80 % Wasser und enthält ( halb verdaute Pflanzenteile im Magen der Beutetiere) ca. acht Prozent Kohlenhydrate. Deshalb sollte auch nur ein kleiner Teil der täglichen Katzennahrung aus Kohlenhydraten ( wie gekochter Reis oder gekochte Kartoffeln) bestehen. Konventionelles Fertigfutter enthält manchmal bis zu 40 % Kohlenhydrate, doch der Organismus einer Katze ist auf Fleisch spezialisiert und kann oft so große Mengen an Kohlenhydraten nicht schnell genug verarbeiten. Deshalb bleiben die unverarbeiteten Kohlenhydrate relativ lange als Zucker im Blut der Katze und können zu Schäden an Nieren und Blutgefäßen führen. Manche Katzen reagieren mit Durchfall, aber oft kann auch Diabetes auf diese Weise ausgelöst werden.

Nahrung in der Natur

Pflanzennährstoffe können Katzen nur in geringen Maßen verdauen, da ihre natürlich Nahrung aus kleineren Säugetieren und Vögeln besteht, gehören sie zu den Fleischfressern. Da sie in der Natur ihre Beutetiere inklusive Innereien, Fell, Federn und Knochen fressen, nehmen sie damit auch die nötigen Mineralstoffe und Ballaststoffe auf. Deshalb sollte die ideale Nahrungsration für eine Katze weitgehend der Zusammensetzung ihrer natürlichen Nahrung entsprechen. Da bei ausschließlicher Ernährung mit industriell hergestelltem Fertigfutter diese Natürlichkeit nicht gewährleistet ist, können ernährungsbedingte Krankheiten entstehen. Die Katze braucht von Anfang an eine abwechslungsreiche Ernährung. Da Katzen ihre

Auch Trockenfutter ist für die Katze ungeeignet, denn sie muss das Vielfache an Wasser zu sich nehmen, was sie oft nicht in ausreichender Menge tut. Durch mangelnde Flüssigkeit entsteht häufig konzentrierter Urin, dies kann zu Harngries oder Harnsteinen führen. Die meisten Katzen mögen Trockenfutter, da es oft Geschmacksverstärker und Lockstoffe beinhaltet, dies aber kann zu einem gestörten Sättigungsgefühl führen und häufig werden Katzen dann übergewichtig. Viele Krankheiten, welche bei Katzen diagnostiziert werden, sind auf falsche Ernährung zurückzuführen, das sollte für jeden Katzenfreund ein Grund zum Nachdenken sein.